KENIA: SOLARANLAGE FÜR DIE MBAGATHI-SCHULE

Wasser bei Feueralarm und Licht in der Nacht

Die Rudolf-Steiner-Schule in Mbagathi benötigt eine gesicherte Stromversorgung.

Die Schule liegt in einem weiten, sehr schön bestellten Areal mit eigenem Schulgarten direkt an der Grenze zum Nairobi-Nationalpark. Derzeit besuchen 323 Kinder die Schule – vom Kindergarten bis zur neunten Klasse. Überwiegend stammen sie aus sehr armen Verhältnissen. Da einige Schüler*innen aus weit entfernten Gegenden kommen oder Waisen sind, wohnen 116 von ihnen in zwei Wohnhäusern auf dem Schulgelände. Sie werden von drei Hausmüttern und einem Hausvater betreut, die mit ihnen zusammenwohnen und für sie sorgen.

Im letzten Jahr brannte es im Wohnhaus der Mädchen. Die Feuerwehr brauchte drei Stunden, um zur Schule zu gelangen, während derer die Hausmütter und der Hausvater gemeinsam mit den älteren Kindern das verfügbare Wasser aus Tanks und einem Teich per Eimer einsetzten, um den Brand zu löschen. Zum Glück kam niemand zu Schaden. Ein solcher Brand ist für die Kinder und Lehrer*innen eine große Gefahr. Um bei einem erneuten Brand schnell handlungsfähig zu sein, soll nun eine Feuerlöschanlage in Form eines Schlauchs und einer Pumpe an die Wassertanks angeschlossen werden. Damit wiederum die Feuerlöschanlage überhaupt betätigt werden kann, muss die Versorgung der Anlage mit Strom gesichert sein, denn die Wassertanks müssen mit gepumptem Grundwasser befüllt werden. Ohne Strom funktionieren Wasserpumpen eben nicht.

Die derzeitige Stromversorgung des Schulgeländes ist von ständigen Stromausfällen geprägt und mit rund 500.000 Ksh (ca. 4.550 Euro) pro Jahr für kenianische Verhältnisse sehr teuer. Deshalb entschied sich die Leiterin der Schule, Judith Brown, gemeinsam mit den Lehrer*innen dazu, einen Antrag auf Förderung einer Solaranlage zu stellen. Diese Solaranlage soll sowohl das Wohnhaus für Mädchen und das für Jungen, die Wasserpumpe der zukünftigen Feuerlöschanlage, den Computerraum sowie weitere Räumlichkeiten der Schule zuverlässig mit dezentral und umweltfreundlich produziertem Strom versorgen. Zusätzlich könnten dadurch die hohen Stromkosten eingespart werden.

Die Gesamtkosten der Solaranlage belaufen sich auf rund 60.000 Euro. Die Stiftung der Elektrizitätswerke Schönau wird rund 10.000 Euro der Kosten übernehmen. Pro Schüler*in an der Schule ist damit ein einmaliger Förderbetrag von 154 Euro notwendig.

Bildunterschriften:
1. Die meisten Kinder der Steiner-Schule kommen aus sehr armen Verhältnissen.
2. 323 Kinder besuchen die Rudolf-Steiner-Schule.
3. An der Schule finden sie einen kindgerechten und geschützten Entfaltungsraum.