Umweltschutz und Geldersparnis durch Biogasanlagen

Biogas gegen "fast food"

Wo es weder Strom noch Elektroherd gibt, bleibt nur Feuerholz zum Kochen übrig. In armen Ländern müssen es die Frauen oft zeitaufwändig zusammen suchen und auf dem Rücken nach Hause schleppen. Die Abholzung schreitet massiv voran. Zusätzlich belasten offene Feuer Kinder und Erwachsene mit giftigem Rauch.

In vorherigen Projekten zeigte der Bau von Biogasanlagen positive Ergebnisse. Deshalb werden nun auch im aktuellen Projekt für Kleinbäuerinnen (2019 - 2022) 30 Biogasanlagen gebaut. Im Biogas-Dom werden Tierdung und Gartenabfälle zu Methangas umgesetzt. Bei diesem sauberen Kochgas entfällt das tägliche Abschrubben des zähen und hitze-isolierenden Rußes von den Kochkesseln.

Wenn Biogas-Anlagen vorhanden sind, werden viele organische Abfälle nicht mehr verfeuert, wie z.B. trockene Mais-Stängel. Vielmehr bleiben diese wertvollen Pflanzenreste nach der Biogas-Fermentierung über den Kompost für den Gartenkreislauf erhalten.

Durch den Biogasanlagenbau wird gleichzeitig ein neuer Berufszweig geschaffen: Die Biogasanlagentechniker. Sie können den Bau einer Anlage lehren und bestehende Anlagen warten. 

Bei Biogas-Versorgung wirkt sich auch der Holzmangel nicht auf die Verschlechterung der Essgewohnheit aus. Beispielsweise können Maiskörner ausreichend lange gekocht werden und müssen nicht mehr verkauft werden, um Geld zu erhalten, mit dem man kurz kochendes, aber ausgemahlenes und nährstoffarmes Maismehl kauft (fast food).

 

 

Bis 2022 werden 30 Biogasanlagen gebaut. Pro Biogasanlage sind 522 € notwendig. Ihre Spende wird, Dank Förderung einer weiteren Stiftung, verdoppelt. 

Zum  Kleinbäuerinnen-Projekt des Projektpartners

 

Bildunterschriften:
1. Bau der Biogasanlage
2. Anlagenplan