PERU: SCHULWIEDERAUFBAU

Ein Klimaforscher wird tätig

Fünf kleine Landschulen – von Überschwemmungen und Starkregen zerstört – sollen wieder aufgebaut werden.

Dr. José Lozáns Leidenschaft ist das Klima. Seit Jahrzehnten forscht er in Hamburg und gibt die Buchreihe „Warnsignal Klima“ heraus. Dr. Lozán stammt aus Peru und die Verbindung über sein Interesse am Klima bringt ihn auch immer wieder dorthin zurück. Zuletzt 2017, als in Nordperu monatelanger Starkregen herrschte, ausgelöst durch das Wetterphänomen „El Niño“, das zu Überschwemmungen, Lawinen und Erdrutschen führte. In Nordperu waren die Städte Piura, Tumbes, Lambayeque, La Libertad, Ancash und auch Nord-Lima besonders betroffen. Auch das Amazonasgebiet versank im Chaos. Die heftigen Regenfälle verwandelten Bäche und Flüsse in reißende Ströme, die auf ihrem Weg von den Anden hinab alles mit sich rissen. Wichtige Brücken und rund 2.000 Kilometer Straßen wurden zerstört. Etwa 150 Menschen kamen ums Leben. Knapp eine Million Menschen wurden obdachlos.

Ein Jahr nach „El Niño“ hat die peruanische Regierung die großen Infrastrukturschäden behoben, doch kleine Landschulen erhielten keine Hilfe. So zum Beispiel die Grundschule Instituto Educativo 1646 auf dem Dorf Samne in der Nordprovinz Trujillo. Der Starkregen hatte das Dach der Schule mit den zwei Klassenräumen zusammenbrechen lassen. Eigentlich lernen 40 Schüler*innen mit zwei Lehrerinnen an der Schule. Noch im Februar 2018 konnte kein Unterricht stattfinden, denn es gab immer noch kein Dach. Schließlich wandte sich die Direktorin der Schule, Maria Gudelia González Galvez, hilfesuchend an Dr. José Lozán. Die Abmachungen waren schnell getroffen: Vor Ort in Samne bildeten die Eltern der Schüler*innen eine Arbeitsgruppe: Ein Vater war Zimmermann und zehn weitere Eltern halfen beim Dachaufbau. Dr. Lozán versprach, sich für die Finanzierung der Materialien für das Dach und für die Ausstattung der Klassenräume über Fundraising-Aufrufe einzusetzen. Ein Unterstützerkreis und ein Lions Club in Hamburg spendeten bis März 2018 insgesamt 9.200 Euro. Innerhalb von vier Wochen zimmerten sie das Gebälk, deckten das Dach ein und kauften Tische und Stühle für die zwei Klassenräume. Im April 2018 konnten die beiden Lehrerinnen und ihre 40 Schüler*innen das Schulgebäude wieder nutzen.

Vier weitere Schulen warten noch auf Unterstützung. Aufgrund der Schäden an den Gebäuden findet für die 200 Kinder, die normalerweise in diesen Schulen unterrichtet würden, kein Unterricht statt. Für alle Bauarbeiten und die Schulausstattung sind insgesamt 25.000 Euro notwendig. 15.000 Euro sind bereits von weiteren Stiftungen und Unterstützer*innen zugesagt. 10.000 Euro fehlen noch, für die wir Sie um Ihre Unterstützung bitten.

Bildunterschriften:
1. Der Enthusiasmus ist groß und auch die Kleinsten packen mit an.
2. Eltern und Schüler*innen tragen die gespendeten Stühle in die kleine Schule von Samne.