Peru: Aynimundo Slumentwicklung

Soziales, wirtschaftliches und kulturelles Leben im Slum

Verbesserung der Lebensqualität

Aynimundo arbeitet mit der Bevölkerung in den Slums am südlichen Stadtrand von Lima, Peru. Die meisten Menschen leben hier in extremer Armut. Es gibt keine Abwasserentsorgung und keinen Strom. Mangelernährung und Krankheiten führen zu hoher Kindersterblichkeit. Seit 2001 leistet Aynimundo in diesen Gebieten erfolgreiche Arbeit. Schwerpunkte sind:

  • Bildung und Kultur
  • Städtische Infrastruktur
  • Umweltprojekte

Aynimundo unterstützt und fördert Initiativen der Lokalbevölkerung und stellt das nötige technische Fachwissen zur Verfügung.

Rechte von Kindern und Jugendlichen stärken

Der Verein Aynimundo setzt sich in den Slums von Lima für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung ein. Das Ziel ist, sie und ihre Rechte in allen sozialen Bereichen zu stärken und die Lebensbedingungen der Kinder mit Behinderung zu verbessern.

Die Kinder und Jugendlichen in den Slums von Lima erleben schon in jungem Alter physische und verbale Gewalt. Da die größte Sorge ihrer Eltern das Verdienen des Lebensunterhaltes ist, werden die Kinder mit ihren emotionalen, physischen und intellektuellen Bedürfnissen oft vernachlässigt. Wenn das Einkommen der Eltern nicht ausreicht, müssen die Kinder zum Beispiel als Schuhputzer oder Zeitungsverkäufer arbeiten. Es bleibt weder Zeit noch Raum für Bildung, Freizeit und andere altersgerechte Aktivitäten.

Auch in der Schule werden die Kinder mit autoritärem Denken, Diskriminierung, Misshandlung und Ungerechtigkeit konfrontiert. Werte wie gewaltfreies Miteinander und gegenseitiger Respekt sind noch lange nicht in der Praxis angekommen. Vor allem Kinder und Jugendliche mit Behinderung werden trotz der gesetzlichen Inklusionsvorschriften von vielen Schulen abgelehnt. Zudem haben sie kaum Zugang zu therapeutischen Maßnahmen und können keine Selbstständigkeit entwickeln. Auch in der Familie gibt es Vorurteile; Behinderung wird meist mit Unfähigkeit gleichgesetzt und nur als individuelles Problem betrachtet. Die meisten Eltern sind aber auch nicht mit den in Peru verbrieften Kinderrechten vertraut. Dadurch wird es für sie unmöglich, mit Unterstützungs- oder Förderanträgen an Ämter und Verwaltungen heranzutreten.

Die Arbeit von Aynimundo

Aynimundo arbeitet mit zahlreichen Bildungseinrichtungen und Sonderschulen zusammen und auch mit den Vätern und Müttern der Kinder. So sollen zum Beispiel Begegnungsstätten für Familien entstehen, in denen Eltern den respektvollen und gewaltfreien Umgang mit ihren Kindern erlernen. Zudem sind Anlaufstellen für Kinder mit Behinderungen geplant, um ihnen und ihren Familien fachgerechte Beratung anbieten zu können. Durch Workshops sollen die kognitiven, motorischen und emotionalen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung gefördert werden. Damit die Kinder und Jugendlichen auch in der Schule einen respektvollen und gewaltfreien Umgang erfahren, arbeitet Aynimundo mit den Lehrern und Lehrerinnen an gewaltfreier und kreativer Bildung.

Für die Projekte im Bereich der Slumentwicklung benötigt Aynimundo jährlich rund 16.000€. Hierfür werben wir um Spenden.

Komplementierende Projekte von Aynimundo sind außerdem die Förderung von Kleinunternehmen (Kiosken) sowie die integrative Sommerakademie

 

 

 

Bildunterschriften:
1. Kinder bei einem Workshop von Aynimundo.
2. Kinder haben ein Recht auf Freizeit.
3. Malstunde in der Sommerschule.