Zeichen der Hoffnung, des Mutes und der Resilienz

Neben den bedrückenden Nachrichten, die wir derzeit von unseren Partner*innen aus aller Welt erhalten, gibt es auch Zeichen der Hoffnung, des Mutes und der Resilienz. Geschichten von Menschen und Situationen, die in diesen besonderen Zeiten wie ein Licht leuchten und die wir gerne mit Ihnen teilen. Einige Berichte, Geschichten unserer Partner finden Sie hier.

Geschichten, die Hoffnung geben, erreichen uns auch von Menschen, die der Stiftung nahestehen, von Spenderinnen und Spender. Eine erreichte uns von Verena Koch, die im Januar und Februar 2020 noch Partner*innen der Stiftung in Kenia und Uganda besuchte:


When life gets you down, do you know what you have to do?

Ich bin am Freitag, 13. März aus Kigali nach Frankfurt geflogen, nach sieben langen reichen Wochen zurück in ein Europa, das sich mit wahnsinniger Geschwindigkeit verändert: Gedränge in der Transitzone in Brüssel, wo alle versuchen, vor den immer einschneidenderen Einreisebestimmungen an ihre Ziele zu gelangen, und gähnende Leere in Frankfurt, wo keine Geschäftsleute mehr unterwegs zu sein scheinen. ´Wie geht es weiter? Was wird werden? Wen wird es wie hart treffen?´ - diese Fragen treiben uns alle um. Wir wissen viel nicht und das ist schwer auszuhalten.

Heuschreckenplage, Klimanotstand, schwankende Ernten, politische Unwägbarkeiten, Krankheit  – für fast alle Menschen, denen ich in Kenia, Uganda und Ruanda begegnet bin, ist ein Leben im Ungewissen selbstverständlich. Und dennoch: Hoffnung überall! Zähes Festhalten an den eigenen Plänen, auch und gerade bei Gegenwind, geduldiges Weitermachen, von Rückfällen nicht beirren lassen – diese Haltung hat mich unendlich beeindruckt: von Patrick, der mit einer kleinen Truppe von Wildhütern ein riesiges Naturschutzgebiet angrenzend an den Amboseli-Nationalpark schützen will, von dem Bauern, der seit einem Jahr organischen Landbau betreibt und barfuß und mit leuchtenden Augen seinen Kompost präsentiert, und von den Lehrer*innen und Schüler*innen der Nambeeta Primary School , die ich nach vielen Jahren virtuellen Kontakts endlich persönlich kennenlernen konnte.


Die drei Kinder hier haben “Agriculture”. Jeden Tag nach dem Mittagessen lernt eine der Klassen in Theorie, aber vor allem in der Praxis, wie organischer Landbau geht. Das T-Shirt von Angela in der Mitte, ist sicher auf den undurchsichtigen Wegen der Altkleiderverwertung in die ländliche Provinz, gelangt, und sie hat den Film “Findet Nemo” eher nicht gesehen. Aber den Ratschlag, mit dem Dori den niedergeschlagenen Nemo aufmuntert, können wir jetzt alle gut gebrauchen: Just keep swimming!


Mut, Solidarität und gemeinschaftliches Handeln

Jenseits jeder Beschönigung und im tiefen Bewusstsein der schwierigen Zeiten und der Menschen die an COVID19 gestorben sind, so zeigt sich auch jetzt oder gerade jetzt mit stärkerer Klarheit wahrzunehmende Schönheit – beispielsweise wenn man die Fische in den klaren Flüssen Venedigs bewundert. Wir alle haben vermutlich auch schon viele Videos mit singenden Italiener*innen empfangen oder von Apps und Webseiten gehört, die die Solidarität und Nachbarschaftshilfe neu beflügeln (bspw. Die Quarantänehelden ).

Diese neue Solidarität kennt, genau wie das Virus auch, keine nationalstaatlichen Grenzen. „Das Virus unterscheidet nicht nach Hautfarbe, Religion oder Geschlecht. Corona betrifft uns alle.“ Unter dem Hashtag LeaveNoOneBehind  wird internationale Solidarität gefordert, insbesondere mit denjenigen, die auch in Zeiten vor Corona bereits besonderes vulnerabel waren.

Es bleibt die Hoffnung, dass diese Pandemie langfristig die Welt positiv beeinflusst. Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher und Gründer des Zukunftsinstituts, zeichnet in seinem Text „48 – Die Welt nach Corona“  ein Bild einer zukünftigen Welt, die eben diese gibt. In seiner Re-Gnose betrachtet er aus der Zukunft heraus die Situation, in der wir uns derzeit befinden und sieht die positiven Veränderungen, die sich für eine Welt nach Corona ergeben können: „Könnte es sein, dass das Virus unser Leben in eine Richtung geändert hat, in die es sich sowieso verändern wollte?“

Was wir brauchen ist Mut, Solidarität und gemeinschaftliches Handeln.

Bildunterschrift:

1.    Sechstklässler*innen der Nambeeta Primary School: Trevor Kisitu, Angela Nakaye und Rebecca Nankwanga


Wie wir gemeinsam mit COVID-19 umgehen

Weitere Impulse, die Hoffnung machen, finden Sie auch auf der Webseite der GLS Treuhand.

hier


Alltag mit COVID-19

Informationen darüber, wie die Coronakrise das Leben und die Arbeit unserer Partner*innen weltweit beeinflusst, erhalten Sie hier.


NOTHILFE COVID-19

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind massiv. Schon jetzt ist deutlich: Besonders betroffen sind die ohnehin Marginalisierten dieser Welt. Helfen Sie mit, insbesondere diese Menschen direkt zu unterstützen!

Ihre Spende im Rahmen der NOTHILFE COVID-19 wird für:

  • Aufklärungskampagnen
  • Gesundheitsaufklärung
  • Lebensmittelhilfe
  • Seifen- und Desinfektionsmittelproduktion
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