Uganda: Geschichten und Berichte

In In Uganda ist der erste offizielle Fall einer Covid-19 Infektion am 21. März bestätigt worden. Seit dem 20.03.2020 sind alle Schulen und Universitäten geschlossen. Zwar sind nach einem zu Beginn sehr strikten generellen Lockdown schrittweise Lockerungen eingeführt worden, jedoch geht es nur langsam voran. Inzwischen können aus wirtschaftlichen Gründen die Restriktionen nicht aufrechterhalten werden, aber die Fallzahlen steigen gleichzeitig. Seit dem 4. Juni ist zumindest der öffentliche Nahverkehr schrittweise gelockert worden. Fahrten mit dem privaten PKW sind bereits seit dem 26. Mai - max. vier Personen pro Fahrzeug - erlaubt. In der Öffentlichkeit gilt eine Maskenpflicht.

Voraussichtlich sollen Schulen schrittweise ab dem 15. Oktober wieder öffnen, zunächst mit den Abschlussklassen. Eine völlige Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist jedoch noch nicht vorgesehen. Die Schulöffnung beinhaltet strikte Regeln. Neben den zu erfüllenden Hygienevorschriften, muss jeweils ein Gesundheitshelfer vor Ort sein. Auch dürfen sich die Schüler*innen nach den regulären Unterrichtszeiten nicht mehr auf dem Gelände aufhalten. Um die Anzahl der Schüler*innen, die die Schule zur gleichen Zeit besuchen, zu verringern, wird über unterschiedliche Lerngruppen nachgedacht. Auch Unterricht in Zelten oder unter freiem Himmel wird in Betracht gezogen. Der neue Plan für das laufende Schuljahr beinhaltet auch, dass die Abschlussklausuren voraussichtlich auf März 2021 verlegt werden sollen. Insbesondere Privatschulen wissen jedoch noch nicht, ob sie überhaupt wieder öffnen können. Durch die fehlenden Einnahmen und mangelnde Unterstützung durch den Staat ist die Umsetzung der Richtlinien sehr schwierig für sie (Stand: 29.09.2020).

In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir viele E-Mails mit unseren Partner*innen in Uganda ausgetauscht, einige möchten wir gerne mit Ihnen teilen.



Was geht noch – und was nicht?

Joyce Birungi ist die Programmleiterin in unserer Partnerorganisation Youth Action for Rural Development (YARD) aus Lugazi. YARD führt verschiedene Projekte durch: ein Trainingszentrum für Auszubildende in Handwerksberufen und ein Programm zur ländlichen Entwicklung, mit Schwerpunkt organischer Landbau. Gerade wird außerdem ein Trainingszentrum für junge Nachwuchsbäuer*innen aufgebaut. Alle diese Projekte müssen momentan weitestgehend ruhen.

Joyce Birungi berichtet, was derzeit (01.04.2020) noch möglich ist, und was nicht:  

„Folgende Regeln haben wir dem Team für die Arbeit gegeben:

  • Die Arbeit im Büro erfolgt in Schichten, um Infektionen zwischen Mitarbeitern zu vermeiden.
  • Maximal ein Mitarbeiter darf in einem Büroraum sitzen.
  • Händewaschen und Verwendung von Desinfektionsmitteln für Mitarbeiter, die die Büroräume betreten und verlassen. 
  • Der Zutritt für Nichtmitarbeitern ist verboten.
  • Bereitstellung von Masken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln für alle Mitarbeiter im Feld.
  • Statt persönlicher Treffen Telefonanrufe nutzen, um die Kleinbäuer*innen zu erreichen.
  • Arbeiten von zu Hause aus wird besonders für die Berichterstattung und Kommunikation empfohlen.
  • Alle Wege nutzen, um sicherzustellen, dass die Lebensgrundlage der Landwirte während dieser Pandemie erhalten bleibt.

Die Regierung hat die Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Aktivitäten hervorgehoben und die Bäuer*innen ermutigt, ihre Farmen weiter zu bewirtschaften und ihre Produkte zu vermarkten. Landwirtschaftliche und Veterinärdienste sind weiterhin geöffnet. Da das Einkommen sehr niedrig ist, und viele Lohnarbeiten, die neben der Landwirtschaft betrieben werden, wegfallen, empfiehlt YARD, die gesamte Arbeitskraft der Familien zu nutzen, um den Anbau zu intensivieren. Gerade ist Pflanzzeit, also eine sehr wichtige Zeit um die Bauern zu unterstützen. YARD empfiehlt mit noch mehr Nachdruck die Verwendung von lokalem Saatgut.

Der öffentliche Verkehr ist fast stillgelegt. Wenn Landwirte Beratung benötigen, erreichen sie die YARD-Mitarbeiter*innen telefonisch. YARD ermutigt die Bäuer*innen, vermehrt Fahrräder zu benutzen und nur eine Person zu schicken, um Einkäufe oder Lieferungen für die Gruppe vorzunehmen.

Aktivitäten, die in diesem Zeitraum nicht wie gewohnt stattfinden:

Alle Aktivitäten, bei denen die gesamte Gruppe oder mehr als 5 Personen zusammenkommen, sind verboten. Die Gruppenschulungen sind ausgesetzt. Zu den Aktivitäten, die nicht stattfinden können, gehören auch Sensibilisierungen größerer Gruppen, Schulung der Landwirte in der Entwicklung von Produkten und Businessplänen, Marktstudien, Expositions- und Austauschbesuche.

Die wöchentlichen Teambesprechungen im Büro wurden ausgesetzt. Die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern erfolgt telefonisch.

Aktivitäten, die weiter ausgeführt werden können:

  • Die Kleinbauern werden individuell für die Ausbreitung der Krankheit und vorbeugende Maßnahmen sensibilisiert. Viele von ihnen haben eine Menge Fragen und zu den angeordneten Hygieneregeln.
  • Verwaltung von Baumschulen; Setzlinge aufziehen und eintopfen, gießen.
  • Baumpflanzaktivitäten mit einzelnen Bauer
  • Aufbau von energiesparenden Herden
  • Follow-up zu Saatgutproduktion, Vermehrungsgärten für Bohnen und Maniok
  • Schulungen zu Hygiene
  • Wassertankkonstruktionen
  • Bau des Hostels für die Landwirtschaftliche Schule (Die Regierung hat zugelassen, dass alle Bauarbeiten fortgesetzt werde)

Alle Aktivitäten werden in Untergruppen von maximal 2-5 Bäuer*innen durchgeführt, wobei der Abstand zwischen ihnen und dem Trainer eingehalten wird. Zum Beispiel wird das Jäten der Gruppengärten von allen Landwirten weiter durchgeführt, jedoch zu unterschiedlichen Tageszeiten, damit sie sich dort nicht begegnen.“


Die Preise steigen

Milly Nakiwunga ist die Leiterin unserer Partnerorganisation NCFG, Nature and Creativity for Future Generation. Die Organisation arbeitet in der landwirtschaftlichen Schulung von Kleinbäuer*innen, der Wiederaufforstung und anderer Aktivitäten zur dörflichen Entwicklung. Im Folgenden berichtet sie von der Lage in Uganda:

„Herzliche Grüße von NCFG Uganda.

Vielen Dank für alle Grüße und für die Unterstützung, die uns weiter erreicht.

Seit meinem Geburtsjahr 1971 habe ich diese Art von Epidemie nicht erlebt. Aufgrund von Covid-19 ist es auf der ganzen Welt sehr schwierig geworden. In der Vergangenheit sind wir in Uganda von einer Vielzahl herausfordernder epidemischer Krankheiten wie HIV / Aids, Cholera, Ebola und anderen betroffen worden. Viele Menschen waren infiziert, viele sind gestorben und andere überleben immer noch und leben positiv mit HIV / Aids.

Covid-19 ist als Pandemie auf der ganzen Welt aktiv, und viele Menschen fürchten schlimme Folgen, gar einen 3. Weltkrieg. Vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Krankheit durch schlechte Hygiene sowie engen Kontakt, haben die Ugander positiv auf den Aufruf des Präsidenten von Uganda bezüglich der notwendigen Maßnahmen reagiert.

Derzeit darf sich kein Fahrzeug im ganzen Land bewegen, weder privat noch der öffentliche Transport. Krankenwagen, Polizeifahrzeuge und einige Fahrzeuge mit Genehmigung der Regierung sind ausgenommen. Die Menschen sollen zu Hause bleiben und können nur zum Markt gehen, um Lebensmittel zu kaufen, ins Krankenhaus oder zur Bank und dann gleichwieder nach Hause. Es gibt eine Ausgangssperre von 19.00 bis 6.30 Uhr für 14 Tage ab dem 30. März 2020.

In Uganda wurden jeden 3. Juni Menschen gesehen, die zum Namugongo-Schrein pilgern. Heutzutage sieht man Menschen, die in ihre Heimatdörfer pilgern. Die Menschen können nicht in den Städten bleiben, da sie kein Geld mehr zum Überleben verdienen können. Alle sozialen und spirituellen Orte, Märkte (mit Ausnahme von Lebensmittelmärkten), Einkaufspassagen, Schulen / Hochschulen, Universitäten, Bars und viele andere Treffpunkte sind geschlossen. Die Dorfbewohner haben Angst, dass die Menschen aus der Stadt die Covid-19-Träger sind, und die Krankheit in ihre Dörfer bringen. Regelmä¬ßiges Händewaschen ist ein stündliches Gebet als Abwehrmechanismus. In den Dörfern bauen und verwenden Gemeindemitglieder heute häufig Tip-Taps (einfache Waschgelegenheiten aus Pfählen, einem Fußpedal und einem Kanister), da hierdurch kein direkter Kontakt der Hände mit den an Ständen befestigten Kanistern besteht. Einige Leute sind komplett zu Hause und erledigen von dort aus Büroarbeiten.

Unser Arbeitsplan für die Gemeinden ist natürlich betroffen, da keine Gruppentrainings mehr stattfinden und die Mitglieder Abstand zu den Trainern halten müssen, wenn sie noch Hausbesuche / oder praktische Schulungen durchführen.

Wir befürchten eine Hungersnot aufgrund einer erhöhten Anzahl von Menschen in den Dörfern (aufgrund der Migration von Stadt zum Land), und wollen die Arbeit deshalb gerade jetzt fortführen.

Die Preise für die meisten Grundbedürfnisse im Inland sind stark gestiegen: ein Kilo Salz kostet jetzt 4.000 UGX - gegenüber 1.400 UGX früher. Gleichzeitig ist der Transport von Lebensmitteln zu den Märkten sehr teuer, und auch dadurch steigen die Lebensmittelpreise, aber die Menschen verdienen nicht mehr.

Herzliche Grüßen
Milly Nakiwunga



In den Städten herrscht ein bisschen Panik und die Menschen machen sich gegenseitig verrückt…

Proscovia Nankya ist die Leiterin von SODI, Skills Oriented Development Initiative, außerhalb der Hauptstadt Kampala Richtung Mpigi gelegen. Als sie uns schrieb, gab es noch keine Fälle in Uganda. Dies hat sich mittlerweile geändert.

„Grüße aus Uganda. Ich möchte Sie wissen lassen, dass wir für Sie beten – der Virus wird vorübergehen.
Auch in Uganda können wir nicht behaupten, uns sehr sicher zu fühlen, weil wir bereits umzingelt sind (alle Länder um Uganda sind bereits vom Virus betroffen). Aber wir sagen uns, dass es vorbeigehen wird und wir überleben werden.

In SODI setzen wir unsere normalen Aufgaben fort, jedoch mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen. Letzten Freitag haben wir unsere Mitarbeiter darin geschult, wie sie sich selbst schützen können und was sie wissen müssen, wenn sie sich mit den Bauern treffen.

Auf der SODI Trainingsfarm haben wir die Anzahl der TIP TAPs (Wasserspender zum Händewaschen) mit Desinfektionsmittel erhöht und Hinweisschilder zum Waschen der Hände aufgehängt. Wir hoffen, dass dies helfen wird, da ja weiterhin jeden Tag Jugendliche zum Training kommen.

In den Städten herrscht ein bisschen Panik und die Menschen machen sich gegenseitig verrückt. Einige Leute horten Lebensmittel und andere wichtige Waren. Aber dies ist bei unseren Bauern in den ländlichen Gebieten nicht der Fall, da sie immer im Boden lagern, was sie zum Leben brauchen. Die Landwirte sind sehr entspannt und dies ermöglicht uns eine einfache Zusammenarbeit mit ihnen. Wir sensibilisieren sie jedoch auch ständig dafür, wie der Virus vermieden werden kann, falls er uns erreicht.

Es regnet jeden Tag und so wird überall gepflanzt, trotz der Bedrohung durch Heuschreckenschwärme. Die Ernte wird auch fortgesetzt, insbesondere bei Mais, und auch der Ertrag war diesmal sehr gut. Alle Landwirte sind glücklich, obwohl wir einen Rückgang der Preise für Mais und Bohnen aufgrund der Schließung der Grenzen mit den Nachbarländern durch das Virus erwarten. (Kenia, Sudan und Ruanda sind unser Hauptmarkt für Bohnen und Mais).(…)


Wir haben auch die Pocken ausgerottet

Kirumirah Mutwalib ist Mitgründer und Lehrer an der Landschule Bright Future in Zentraluganda. In diesem Jahr ist er außerdem zum Vorsitzenden des Green Light Forums Uganda gewählt worden, der Vereinigung der Partnerorganisationen der Zukunftsstiftung Entwicklung in Uganda. Von ihm erreichte uns folgender Gruß:

„Herzliche Grüße aus Uganda!

Wir sind sehr dankbar dafür, dass ihr weiterhin Anstrengungen unternehmt, um die für dieses Jahr geplanten Maßnahmen zu finanzieren und umzusetzen, unabhängig von der Covid 19-Angst auf der ganzen Welt.

So sehr wie Ihr uns braucht in diesem Moment, so sehr brauchen wir Euch.

Mit Gottes Hilfe werden wir es schaffen, diese tödliche Krankheit zu überwinden, so wie es 1977 bei den Pockenepidemien der Fall war. Damals sind viele Menschen gestorben und am Anfang gab es keine Heilung. 1980 bescheinigte dann die Weltgesundheitsorganisation die weltweite Ausrottung der Krankheit. Wir müssen wachsam und mutig sein, und die vorbeugenden Maßnahmen befolgen, und wir beten dafür, dass eine Heilung gefunden wird.

Hier sind einige Zitate, die uns inspiriert haben und die eine Brücke der Hoffnung, des Mutes und der Widerstandsfähigkeit zwischen uns allen schlagen könnten:

Die Hoffnung hilft zu sehen, dass es trotz aller Dunkelheit Licht gibt. Am Ende des Tages brauchen wir nur noch Hoffnung und Kraft: Hoffnung, dass es besser wird, und Kraft, dass wir durchhalten können. Bleibt positiv, auch wenn es sich anfühlt, als würde Euer Leben auseinanderfallen. Hoffnung ist das einzige, was stärker ist als Angst.

Herzliche Grüße
Kirumirah Mutlawib


WIR GEWINNEN ODER COVID-19 VERLIERT

Joseph Mugayizi ist Mitbegründer und Leiter der Golden Treasure School in Hoima, Uganda.
Er schrieb uns am 2. April 2020:
 
"Die Welt verändert sich rasant vor unseren Augen. Dies ist eine Realität, die wir mit einer positiven Einstellung angehen müssen. Es sind beispiellose Zeiten, die unser Leben stark verändern.
Uganda ist, wie viele andere Länder weltweit, in eine "Sperrung" geraten, in der nur wesentliche Dienste betrieben werden dürfen. Menschen sind in den Häusern eingesperrt – zumindest diejenigen, die ein Haus haben. Öffentliche Transportmittel fahren nicht. Man kann sich nur zu Fuß, mit dem eigenen Motorrad, Fahrrad oder auf offenen Lastwagen fortbewegen.
 
Die Sperrung hält das Virus fern und verhindert Todesfälle, hat jedoch eine massive Krise im Leben derer verursacht, die von der Hand in den Mund leben. Familien kämpfen darum, eine Mahlzeit auf den Tisch zu legen. Witwen, Waisen, Straßenbettler und gewöhnliche Bürger sind auf eine aktive Wirtschaft angewiesen, um das Geld für das tägliche Essen sammeln zu können. Am schlimmsten betroffen sind die Stadtbewohner, eine Kategorie, in die 55% der Eltern der Golden Treasure School fallen.
 
Das Coronavirus sorgt weiterhin für Chaos in Uganda, wo landesweit 44 getestete Fälle (Stand 7.4.) als positiv bestätigt wurden. Drei der bereits bestätigten Fälle stammen aus dem Bezirk Hoima, in dem sich die Golden Treasure School befindet.
Von den 44 Fällen von Coronavirus in Uganda,  stammen 41 aus dem Ausland. Dies sind einige der vielen Hundert, die kürzlich aus verschiedenen Ecken der Welt nach Uganda zurückgekehrt sind. Die meisten kommen aus Dubai. Eine gute Anzahl von den Rückkehrern versteckte sich, nachdem sie an den offiziellen Einreisestellen das Screening und den Quarantäneprozess vermieden hatten, und mischte sich dann frei unter die Menschen in den Gemeinden. Niemand weiß, wie viele Leute durch dieses rücksichtslose Verhalten infiziert sind. Noch trauriger ist, dass unter den jüngsten Fällen von COVID-19 elf Kinder registriert wurden. Sie waren in eines der am stärksten von COVID-19 betroffenen Länder gereist, wo sie sich mit der Krankheit infiziert hatten.
 
Ugandas Bilanz bei der Bekämpfung hochinfektiöser Krankheiten in der Vergangenheit ist bemerkenswert, von Ebola bis Marburg, aber ihre Folgen haben sich nie über die Gesundheit hinaus so stark auf die Wirtschaft ausgeweitet.
 
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Afrika bereits gewarnt, sich auf das Schlimmste vorzubereiten, da die Krankheit Auswirkungen auf unser schwaches Gesundheitssystem haben würde, wenn sich das Virus hier festsetzt. Soziale Distanzierung ist die wichtigste Waffe, die derzeit hier eingesetzt wird, gefolgt von mehrmaligem Händewaschen am Tag und dem Vermeiden das Gesicht zu berühren.
 
Skrupellose Menschen haben die Krise ausgenutzt, indem sie gefälschte Desinfektionsmittel hergestellt haben, die sie an Menschen verkaufen. Sie wissen, dass es für viele Menschen sehr schwierig ist, zwischen gefälschten und echten Handdesinfektionsmitteln zu unterscheiden.
 
In den sozialen Medien wurden sehr viele Gerüchte verbreitet. In vielen Dörfern rund um Hoima wurde zum Beispiel von den Menschen zweimal alle 24 Stunden ein Liter heißes Wasser mit hochkonzentriertem Salz und trockenen Teeblättern getrunken. Das habe angeblich den Chinesen geholfen, die Krankheit zu überleben. Können Sie sich so etwas vorstellen!!! Uns wird gesagt, dass einige Menschen infolgedessen bereits gesundheitliche Komplikationen entwickelt haben.
 
Als Golden Treasure School können wir nicht viel gegen die Verbreitung dieser gefälschten Informationen tun, aber wir haben Telefonkontakt mit den Eltern und haben sie gewarnt, wie gefährlich solche Theorien sind. Auf diese Weise erhielten wir auch Feedback, wie sie mit der Situation umgehen.
 
Auf der positiven Seite haben uns berufstätige Eltern, die früher Monate von zu Hause weg waren (abwesende Eltern), erzählt, wie sie jetzt trotz der wirtschaftlichen Nachteile bei der Familie bleiben können. Sie haben uns auch erzählt, dass ihre Söhne und Töchter mehr als dreißig Mal am Tag ihre Hände waschen, was sie in der Vergangenheit nicht getan haben.
 
In dieser schwierigen Situation werden die Produkte der Bauern sehr nachgesucht. Viele haben Lebensmittel gehortet, insbesondere Stadtbewohner, die keine eigenen Gärten haben. Die Bauer dürfen ohne Einschränkungen arbeiten, was dazu beigetragen hat, dass die Preise für frische Lebensmittel stabil geblieben sind. Viele Menschen haben erkannt, dass ein Bauer in Zeiten wie diesen, in den wir uns befinden, ein Schlüsselfaktor für die Rettung der Menschheit ist. Kleinbauern brauchen unsere Unterstützung!!!
 
"Was im Leben zählt, ist nicht die bloße Tatsache, dass wir gelebt haben. Es ist der Unterschied, den wir zum Leben anderer gemacht haben, der die Bedeutung des Lebens bestimmt, das wir führen", sagte Nelson Mandela. Jeder von uns kann auf unterschiedliche Weise kleine Beiträge zur Rettung der Menschheit leisten - wir sind alle zusammen dabei, bis der Kampf gegen COVID-19 gewonnen ist !!“


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