Äthiopien: Geschichten und Berichte

Wie die meisten afrikanischen Länder verzeichnete auch Äthiopien zu Beginn der Pandemie nur eine geringe Anzahl an Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Jedoch ist seit Juli ein starker Infektionsanstieg zu verzeichnen (Stand: 29. September: 73.944 Infizierte). Addis Abeba ist als Hauptstadt die stärkste betroffene Region. 85% der Corona-Fälle wurden hier gemeldet.

Nach sehr frühen und drastischen Maßnahmen, um die Eindämmung des Virus sicherzustellen, gab es nun, wie in vielen anderen Ländern, Lockerungen der Maßnahmen: Internationale Passagierflüge können wieder landen und eine Einreise mit einem negativen Covid-19-Test und einer 14-tägigen Quarantäne ist möglich. Cafés und Restaurants haben wieder geöffnet, jedoch nur mit sehr geringer Besucherzahl. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist im öffentlichen Raum Pflicht. Der seit dem 8. April geltende Ausnahmezustand wurde beendet, jedoch wurden die für den 29. August geplanten Parlamentswahlen auf unbekannte Zeit verschoben. Nach aktuellen Informationen sollen diese bis zum 10.09.2021 stattfinden. Auch der Zeitpunkt der Schuleröffnung ist noch unsicher.

Dr. Atsbaha Gebre-Selassie von unserer Partnerorganisation Finks Hawzien hat uns aus Äthiopien berichtet. Gerne möchten wir seine Nachricht mit Ihnen teilen.


Viele Menschen greifen zu alt bekannten Kräutern

Dr. Atsbaha Gebre-Selassie ist Agraringenieur und arbeitet für den Verein Finks Hawzien, der unter anderem eine Schule und einen Kindergarten in Äthiopien betreibt.

Liebe Alle,

Ich hoffe ihr alle seid in dieser schwierigen Zeit bei guter Gesundheit. Die Nachrichten aus fast allen Ländern sind nicht gut. Was uns allen bleibt, ist Hoffnung und Zuversicht auf Besserung. Hier in Äthiopien sind 12 Menschen (Stand: 24. März) mit dem Virus infiziert und zum Glück haben wir keine Todesmeldung. Schulen sind geschlossen und Einreisende werden für 14. Tage in Quarantäne gebracht. Alle Grenzgänge sind geschlossen. Wir wissen nicht, was als Nächstes passieren wird. Viele Menschen greifen zu alt bekannten Kräutern als Fürsorgemaßnahme. 

Wir haben auch unsere Schule und den Kindergarten bis auf weiteres geschlossenen. Wir versuchen, die neusten Meldungen und Hinweise an euch weiterzuleiten. 

Passt gut auf Euch auf und wir bleiben solidarisch miteinander.

Liebe Grüße und Wünsche, dass die Menschheit die Krankheit besiegt.

Atsbaha Gebre-Selassie“


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