Äthiopien: Geschichten und Berichte

Wie die meisten afrikanischen Länder verzeichnet auch Äthiopien bisher nur eine geringe Anzahl an Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind (Stand 3. Mai: 133 Infizierte). Doch auch Äthiopien reagiert bereits sehr früh und mit drastischen Maßnahmen, um die Eindämmung des Virus frühzeitig sicherzustellen: die Grenzen sind geschlossen, internationale Passagierflüge gestrichen und in einigen Teilen des Landes sind auch Cafés und Restaurants geschlossen, sowie der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Seit dem 8. April gilt zudem, vorerst für die nächsten fünf Monate (Stand: 28. April), der Ausnahmezustand. Und auch die für den 29. August geplanten Parlamentswahlen wurden bereits auf unbekannte Zeit verschoben.

Dr. Atsbaha Gebre-Selassie von unserer Partnerorganisation Finks Hawzien hat uns aus Äthiopien berichtet. Gerne möchten wir seine Nachricht mit Ihnen teilen.


Viele Menschen greifen zu alt bekannten Kräutern

Dr. Atsbaha Gebre-Selassie ist Agraringenieur und arbeitet für den Verein Finks Hawzien, der unter anderem eine Schule und einen Kindergarten in Äthiopien betreibt.

Liebe Alle,

Ich hoffe ihr alle seid in dieser schwierigen Zeit bei guter Gesundheit. Die Nachrichten aus fast allen Ländern sind nicht gut. Was uns allen bleibt, ist Hoffnung und Zuversicht auf Besserung. Hier in Äthiopien sind 12 Menschen (Stand: 24. März) mit dem Virus infiziert und zum Glück haben wir keine Todesmeldung. Schulen sind geschlossen und Einreisende werden für 14. Tage in Quarantäne gebracht. Alle Grenzgänge sind geschlossen. Wir wissen nicht, was als Nächstes passieren wird. Viele Menschen greifen zu alt bekannten Kräutern als Fürsorgemaßnahme. 

Wir haben auch unsere Schule und den Kindergarten bis auf weiteres geschlossenen. Wir versuchen, die neusten Meldungen und Hinweise an euch weiterzuleiten. 

Passt gut auf Euch auf und wir bleiben solidarisch miteinander.

Liebe Grüße und Wünsche, dass die Menschheit die Krankheit besiegt.

Atsbaha Gebre-Selassie“


NOTHILFE COVID-19

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