Fluten in Kerala, Südindien

Nothilfeaufruf für Partner in Südindien

Heftige Regenfälle haben im südindischen Bundesstaat Kerala zu einer schweren Flutkatastrophe geführt. Über 80 Dämme sind gebrochen und überfluten das Land. Mehr als 500 Menschen starben bisher, mehr als 20.000 Menschen sind verletzt und über eine Million Menschen leben in Notunterkünften. Insgesamt sind mehr als 20 Millionen Menschen in 12 Distrikten betroffen.

Die schlimmste Flut seit 100 Jahren hat in Kerala unzählige Straßen, Brücken und Häuser weggerissen. Viele Menschen haben ihr Zuhause, ihr Vieh und damit ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Trinkwasserquellen und Brunnen sind verschmutzt, Wasserleitungen und die Versorgung mit Elektrizität sind zerstört. Viele Regionen sind aufgrund der zerstörten Infrastruktur nur schwer erreichbar und gerade von Armut betroffene Gemeinden benötigen unmittelbare Hilfe.

Unsere Partnerorganisation Peermade Development Association (PDS) ist in drei Distrikten Keralas tätig. 2.500 Menschen mit denen die Organisation zusammenarbeitet, sind von der Flutkatastrophe betroffen. PDS schätzt die Gesamtkosten für die Wiederaufbaumaßnahmen dieser Familien derzeit auf umgerechnet ca. 600.000 Euro. Diese Summe setzt sich aus dem Wiederaufbau von 50 Häusern (pro Haus ca. 5.000 Euro), die Reparatur von 150 Häusern (pro Haus ca. 1.230 Euro) sowie der Wiederinstandsetzung von 50 Brunnen (pro Brunnen ca. 310 Euro) zusammen. Dazu kommen Hilfsmaßnahmen zur Erstversorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Die zweite betroffene Partnerorganisation ist Ekta Parishad. Sie koordiniert die Verteilung von Decken, Plastikplanen und Utensilien zum Schutz der Häuser. Weiterhin koordiniert sie die Unterstützung durch Freiwillige, die sofortige Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten leisten.
Beide Organisationen stimmen ihre Hilfseinsätze mit den regionalen und Bundesbehörden bzw. Einsatzkräften ab. Die indische Regierung reagierte schnell mit akuten Hilfsmaßnahmen, wie der Verteilung von Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Bislang sagte sie zudem Mittel in einer Höhe zu, die nach Aussagen der lokalen Kräfte ca. 1/4 der notwendig erforderlichen Summen abdecken.

Vor anderthalb Jahren, im März 2017, berichteten wir von der großen Dürresituation in Südindien und baten um Ihre Unterstützung. Dem Aufruf folgten unzählige Spender, sodass unsere Partner zielgerichtet die dringend erforderlichen Nothilfemaßnahmen vor Ort umsetzen konnten.
Auch jetzt benötigen wir wieder akut Ihre Unterstützung und danken für das Vertrauen in unsere Arbeit.

 

 

 

 

 

Naturland, der Verband für ökologischen Landbau, ist in Kerala ebenfalls mit einer Partnerorganisation betroffen und unterstützt den Spendenaufruf ausdrücklich.

Wir bitten um Ihre Spende für unsere Partnerorganisationen vor Ort, damit diese die akute Hilfe und Wiederaufbaumaßnahmen umsetzen können.

 Dr. Annette Massmann und das Team der Zukunftsstiftung Entwicklung

Spenden Sie jetzt

Spendenzweck: Nothilfe Südindien (F 180 I)

16.10.2018: Unsere Partnerorganisation PDS ist in drei Dörfern aktiv dabei, die Wasserversorgung wiederherzustellen. In Arayanjalimannu im Pathanamthitta Distrikt sowie in Angelvally und Kanamala im Kottayam Distrikt werden eingestürzte Brunnen saniert. Die Häuser von 35 besonders bedürftigen Familien aus diesen Dörfern werden aktuell repariert bzw. neu aufgebaut. Weitere 42 Familien aus den Distrikten Idukki und Kottayam sind bereits identifiziert, der häusliche Wiederaufbau für diese Familien beginnt, sobald der Aufbau in den anderen Dörfern abgeschlossen ist.

19.09.2018: Bisher sind 58.235 Euro Spenden für die Nothilfemaßnahmen eingegangen. Davon kann mit der Rekonstruktion der Wasserversorgung in den betroffenen Gemeinden begonnen werden.

Laut Angaben unserer Partnerorganisation PDS sind aus unserem Familienpatenschaftsprogramm keine Patenfamilien von den direkten Auswirkungen der Flut betroffen. Lediglich zwei Familien berichten von geringer Zerstörung ihrer Gärten, die sie jedoch eigenständig beheben können.

Wir danken Ihnen für diese Unterstützung.