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Nepal: Schwere Regenfälle führen zu Überschwemmungen

Montag, 14.08.2017: Der Süden Nepals ist aufgrund schwerer Monsun-Regenfälle von Überschwemmungen betroffen. Die Flut hat bereits mindestens 80 Todesopfer gefordert und mehrere tausend Menschen sind von den Folgen der Überschwemmungen betroffen. Unsere Partnerorganisation ,,Women’s Foundation‘‘ hat sofortige Hilfsmaßnahmen eingeleitet und bittet dringend um Unterstützung.

Bereits im Nachgang der starken Monsunregenfälle im Juni und Juli deutete sich in vielen Regionen Nepals eine hohe Überschwemmungsgefahr an. Präventive Maßnahmen, um einer weiteren humanitären Katastrophe vorzubeugen, wurden von der nepalesischen Regierung allerdings nicht eingeleitet.

In den vergangenen Tagen haben tausende Menschen in der Region aufgrund der starken Regenfälle ihre Häuser verlassen. Allein im Distrikt Jhapa sind mehr als 1.000 Menschen vor den Überschwemmungen in höher gelegene Gebiete geflüchtet. Die Kommunikations- und Transportnetze sind wegen fehlender Elektrizität zum Erliegen gekommen.

Die ,,Women‘s Foundation‘‘, langjährige Partnerorganisation der Zukunftsstiftung Entwicklung und größte Frauenorganisation Nepals, unterstützt die Opfer der Flut mit Zelten, Nahrung, Medizin, Kleidung und Sanitärartikeln für schwangere Frauen und Säuglinge. Die Organisation ist in verschiedenen Distrikten Nepals aktiv und entsendet aus ihren Regionalbüros Teams freiwilliger Helfer in die betroffenen Gebiete. Nach ersten Berichten sind die Folgen der Überschwemmungen enorm, das Ausmaß noch nicht abzusehen.

Zwar versucht die Regierung durch die Mobilisierung von Rettungsteams Hilfe zu leisten, aufgrund der andauernden Regenfälle und der nur schwer zugänglichen Transportwege kommt es bei den Einsätzen jedoch zu erheblichen Verzögerungen. Das gesamte Teraigebiet (Flachland) im Süden Nepals ist betroffen. Es gilt als Kornkammer Nepals. Dort sind bereits 80% der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und der Ernte zerstört worden. Auch der Viehbestand hat sich verringert. Grundnahrungsmittel wie Reis, Weizen und Hülsenfrüchte sind auf den Märkten nur in unzureichenden Mengen zu erhalten und die Lebensmittelpreise sind angestiegen.

Der Monsun wird in der Region noch mindestens bis zur zweiten Septemberwoche andauern. Die Menschen in den betroffenen Gebieten leiden unter den Folgen der starken Regenfälle. Insbesondere schwangere Frauen, Säuglinge, Kinder und ältere Menschen benötigen daher umgehend Unterstützung.

Aufgrund der akut notwendigen Hilfsmaßnahmen wurden bereits 15.000 Euro an unsere Partnerorganisation ,,Women’s Foundation‘‘ weitergeleitet. Wir bitten um weitere Spenden.