Klimawandel live

KleinbäuerInnen organisieren ihre Selbsthilfe

In Kenia möchte unsere Partnerorganisation SACDEP von Kleinbäuer*innen, die Überschüsse produzieren, Lebensmittel aufkaufen und diese dann an bedürftige Gemeinden in Trockenregionen verteilen. 900 Familien mit durchschnittlich sieben Personen sollen so versorgt werden. Pro Person sind 34 Euro notwendig.


Ngugi Mutura, Leiter der KleinbäuerInnenorganisation SACDEP, hat weiterhin Hoffnung, dass es in Kenia in den nächsten Monaten Regen geben wird. Doch schon jetzt sind in den Trockenregionen unzählige Menschen von einer akuten Hungerkrise betroffen.

SACDEP möchte daher in einem groß angelegten Hilfsprogramm rund 6.300 Menschen durch das Verteilen von Nahrungsmitteln unterstützen.

Insgesamt sollen Nahrungsmittel an 900 Familien (a sieben Personen) in neun Regionen verteilt werden. Je Familie sind dies 100 kg Nahrung, die für einige Wochen die akute Notsituation der Familien überbrücken kann.

Dazu wird SACDEP das Netzwerk aus Kleinbäuer*innen nutzen, die mit der Organisation aktuell zusammenarbeiten. Rund 5.700 Kleinbäuer*innen des Netzwerks produzieren aktuell Nahrungmittelüberschüsse und sind bereit, Teile dieser Überschüsse zu spenden oder an SACDEP zu verkaufen. Herr Mutura plant, die Nahrungsmittelüberschüsse in fünf verschiedenen Regionen einzusammeln und im Anschluss an die Familien in den Trockenregionen von neun Counties zu verteilen. Von 18 Lagerorten aus sollen insgesamt 30 Tonnen Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Früchte an die Familien verteilt werden.

Durch das zusätzliche Verteilen von Vieh, Saat- und Pflanzgut sollen vermieden werden, dass die Familien in wenigen Monaten erneut der Gefahr einer Nahrungsmittelnot ausgesetzt sind. Mit dem Vorhaben versucht SACDEP über die akute Hilfe hinaus auch in den Folgemonaten einer weiteren Notsituation entgegenwirken zu können.

Die Kosten zum Einsammeln, Transportieren und Verteilen von 30 Tonnen Nahrungsmittel-Spenden belaufen sich auf rund 36.000 Euro.

Kosten für Nahrungsmittel, die den Farmern abgekauft werden können und zur akuten Versorgung der Familien notwendig sind, belaufen sich auf 95.000 Euro.

Für die Anschaffung von Hilfsgütern zum Einstieg in eine Rehabilitationsphase werden rund 85.000 Euro benötigt.

Die Nahrungsmittelversorgung von 6.300 Menschen kann für die nächsten zwei Monate mit insgesamt 217.000 Euro gesichert werden. Pro Person sind 34 Euro notwendig.

Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt schrittweise in Abstimmung der verfügbaren Mittel. Besonders betroffene Gemeinden werden zuerst berücksichtigt.

Update 19.07.2017:

Es konnte bereits eine Tranche von 15.000 Euro für die Lebensmittelversorgung an unsere Partnerorganisation SACDEP weitergeleitet werden. Bisher sind nur wenige Spenden eingegangen, weshalb wir an dieser Stelle insbesondere für diesen Nothilfe-Aufruf um Unterstützung bitten möchten.

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Spendenzweck: SACDEP F 203 N