Klimawandel live

Nothilfeaufruf: Akute Dürre in Südindien

Tamil Nadu. Ausgebliebener Monsunregen und bereits früh im Jahr hohe Temperaturen bescheren dem indischen Bundesstaat Tamil Nadu aktuell eine anhaltende Dürre.

Bis zum Juni fiel 2019 62% weniger Niederschlag als in vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. Die Wasserreservoire der Hauptstadt Chennai sind nur noch zu 1,3% gefüllt, der Grundwasserspiegel ist extrem abgesunken. 

Die Partnerorganisation Welfare Association for the Rural Mass (WARM) der Zukunftsstiftung Entwicklung berichtet, dass viele Brunnen im Distrikt Tiruvannamalai bereits trocken sind. Viele Menschen müssen täglich bei Temperaturen über 40 Grad Strecken von oft 4-5 km hinter sich bringen, um von den verbliebenen Brunnen Wasser für die Grundversorgung zu holen.

Erst vor zwei Jahren vertiefte die Partnerorganisation WARM mit Unterstützung der Zukunftsstiftung Entwicklung Brunnen im Distrikt Tiruvannamalai. Deshalb verfügt die Organisation noch über Wasser.

In den letzten Jahren nutzte die Organisation einen eigenen Traktor mit Wassertank, um in den zehn umliegenden Dörfern das Wasser aus diesen Brunnen verteilen zu können. Ebenso wurden die eigenen Rinder, Kühe und Obstbäume mit Wasser versorgt. Leider ist der ohnehin alte Traktor nun defekt. Nach Rückspra­che mit örtlichen Mechanikern wurde entschieden, dass eine Neuanschaffung tech­nisch und wirtschaftlich sinnvoller ist, als die erneute sehr schwierige und kostspielige Reparatur des Traktors.

Aufgrund der akuten Dürre fragen die um­liegenden Gemeinden wiederum bei WARM um Hilfe bei der Wasserverteilung an. Ohne Traktor kann WARM diese Unterstützung nicht leisten. Weitere Möglichkeiten, die Wasserversorgung sicherzustellen, zum Beispiel durch den Zukauf von Wasser aus entfernteren Wasserreservoirs werden zurzeit geprüft. Auch für die Verteilung dieses Wassers benötigt WARM einen Traktor.

Mit umgerechnet 9.350 Euro könnte WARM einen neuen Traktor kaufen. Weitere 4.593 Euro sind nötig, um zusätzliches Wasser, Benzin und weitere Transportkosten zu finanzieren. Mit den insgesamt 13.943 Euro können 12.044 Menschen in zehn umliegenden Dörfern bis zum nächsten Monsun im Oktober mit Wasser versorgt werden. Das entspricht 1,16 Euro pro Person.

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