Covid-19: Blick in den globalen Süden

Helfen Sie uns zu helfen!

Unzählige Menschen im Globalen Süden haben aufgrund der Lockdown-Maßnahmen in Folge der Pandemie ihre Einkommensgrundlage verloren. Der weltweite ökonomische Zusammenbruch des informellen Arbeitssektors, prekäre Gesundheitssysteme, hilflose Regierungen und eine insgesamt mangelhafte Daseinsvorsorge münden für diese Menschen in akute Notsituationen. Viele von Ihnen haben derzeit keine Einkommensgrundlage.
Unsere Partner*innen leisten Nothilfe. Dank eines Nothilfepakets kann sich eine Familie einen Monat lang ernähren. Sie erhält Seife und Masken (55,- Euro).

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Erste Hilfe - Nahrungsmittelhilfe

Durch steigende Lebensmittelpreise - vor allem für die Grundversorgung bei gleichzeitigem Verlust ihrer Einkommen, wird es für viele Menschen im Globalen Süden unmöglich, sich in den Zeiten der Pandemie zu ernähren. Dies trifft vor allem Menschen, die im informellen Sektor arbeiten wie Tagelöhner*innen, Straßenverkäufer*innen, Wanderarbeiter*innen.

Offene Küche und Lebensmittelpakete

Nepal: Die Women´s Foundation, langjährige Partnerin der Zukunftsstiftung Entwicklung, richtete deshalb eine Offene Küche ein, die rund 500 Menschen pro Tag mit einer warmen Mahlzeit versorgt und verteilt Lebensmittelpaket.

 

Indien:  Unsere Partnerorganisation Ekta Parishad hilft Wanderarbeiter*innen auf ihrem Weg in die Heimatdörfer, verteilt Nahrungsmittel und leistet grundlegende medizinische Hilfe. Sie verhandelt erfolgreich mit Regierungsinstitutionen, um cash for work Programme umzusetzen und in den Dörfern z.B. durch Wasserinfrastrukturprojekte Grundlagen für einen Ausbau der Wasserversorgung und Landwirtschaft zu legen. Zwischen März und Juli 2020 konnte Ekta Parishad mit über 2800 ehrenamtlichen Kräften bereits rund 40.000 Menschen in 20 Staaten Indiens mit Nothilfemaßnahmen erreichen. 

 

Peru: Einige Länder bieten - zumindest für einen Teil ihrer Bevölkerung - auch Unterstützungsmaßnahmen an, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern, doch die bürokratischen und technischen Hürden sind häufig sehr hoch. Deswegen hilft bspw. unsere Partnerorganisation Aynimundo in der peruanischen Hauptstadt Lima Familien aus Slumgebieten, bürokratische und technische Hürden zu überwinden, um die staatliche Familienförderung zu erhalten. Ferner unterstützt Aynimundo gezielt besonders bedürftige Familien und Familien mit Angehörigen mit Behinderung. Sie erhalten finanzielle Hilfe sowie  Lebensmittel und notwendige Produkten des primären Bedarfs wie Seifen, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.

 

Die Asociación Holanda, die gehörlose Kinder und Jugendliche aus armen Familien in Cajamarca, im Norden von Peru, fördert und begleitet, verteilt Lebensmittelpakete, um die absolut prekäre Situation dieser Menschen zu verbessern. Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung finden in der Zeit der Pandemie keine Einkunftsmöglichkeiten mehr (mehr erfahren).

Das Drama der Schulen – wie geht es sicher zurück in den Unterricht?

Uganda: Viele unsere Partnerschulen bangen um ihre Existenz. Seit Beginn der Schulschließungen, u.a. in Kenia und Uganda, haben die Schulen keine Schulgebühren mehr von den Eltern erhalten, lokale Unterstützung durch Unternehmen oder private Spenden sind ebenso weggebrochen. Die Bezahlung von Lehrer*innen und Angestellten wird so zu einem massiven Problem. Aktuell unterstützen wir unsere Kooperationsschulen dabei, erfahrenes, gut ausgebildetes und engagiertes Personal zu halten und versuchen, zumindest eine Existenzsicherung der in langer Arbeit aufgebauten Institutionen zu betreiben. Gut ausgebildete Lehrer*innen oder engagierte Mitarbeiter*innen sollten die Schulen nicht aus wirtschaftlichen Gründen verlassen müssen.

Kinder aus den Schulen müssen wegen der Krise vermehrt arbeiten, mehr Kinder leiden Hunger, mehr Mädchen werden früh verheiratet, „teenage pregnancy“ ist ein in hohen Zahlen erschreckend auftretendes Phänomen, genauso wie die Zunahme häuslicher Gewalt. An allen Schulen befördern wir Nothilfefonds für Schüler*innen. Die Lehrer*innen bemühen sich darum, den Schüler*innen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Neben dem Erhalt der Schulen, der Nothilfe für die Schüler*innen, benötigen die Schulen Unterstützung, um die Corona-Auflagen der Regierung erfüllen zu können. Ohne Umsetzung der von der Regierung dekretierten Maßnahmen dürfen die Schulen nicht wieder öffnen.

In Uganda arbeitet die Zukunftsstiftung Entwicklung beispielsweise mit acht Grundschulen mit angeschlossenem Kindergarten (je drei Kindergartenklassen und Klassen 1-7), sowie mit drei technischen Berufsbildungszentren zusammen.  Zur den Auflagen, die die Schulen und Weiterbildungseinrichtungen erfüllen müssen, gehören natürlich die Sicherung von Abstands- und Hygieneregelungen, aber auch die Beschränkung des Zugangs zu den Institutionen durch Zäune und Tore, bessere Handwaschmöglichkeiten, das Zur-Verfügung-stellen und Tragen von Masken, regelmäßige Gesundheitschecks, Quarantäneräume zur Isolation von Verdachtsfällen usw.. Um diese Auflagenerfüllen zu können, benötigen unsere Partnerschulen Unterstützung bei der Anschaffung von Equipment und Infrastrukturaufbau.

Kenia: In der waldorforientierten Massai-Schule in Selenkay, Kenia sind die 83 Schulkinder der Naretoi Primary School seit März nicht mehr im Unterricht. Viele Eltern, die als Halbnomaden von extensiver Viehzucht leben, haben durch die Pandemie-Maßnahmen ihre Einkommensgrundlagen verloren denn Viehmärkte wurden geschlossen. Sie können weder Schulgebühren zahlen, noch haben sie selbst genug Lebensmittel für ihre Familien. Die Folge für die vier Lehrkräfte und die Schulköchin lautet, dass sie seit April keinen Lohn mehr erhalten haben. Für das Personal der Schule und die Familien der Gemeinde wird es immer schwieriger, ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. Um Nahrungsmittelhilfe für die Familien zu leisten und die Löhne der Lehrer*innen finanzieren zu können, benötigt auch die Massaigemeinde in Selenkay Unterstützung.

Ihre Spende hilft uns zu helfen!

Mit Ihrer Spende ist es uns möglich, Menschen im Globalen Süden direkt mit Nahrungsmittelhilfe (bspw. Reis, Bohnen und Öl) sowie Masken, Seife und Desinfektionsmittel zu versorgen. Ihre Spende hilft, mühsam aufgebaute Schulen mit qualifizierten Lehrer*innen zu erhalten. Ihre Spende hilft, das Überleben der Menschen in der Krise zu sichern und mit den alle Aktionen begleitenden Bildungs- und Aufklärungskampagnen geben Sie den Betroffenen die Möglichkeit, sich selbst vor Infektionen schützen.



Kenia: Heuschreckenplage & Corona-Krise

Die Corona-Krise hält auch Kenia in Atem. Gleichzeitig wurde der Norden Kenias von einer gewaltigen Heuschreckenplage heimgesucht. Tausende Menschen haben dieses Jahr ihre Ernten verloren. Sie hungern und sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Unsere Partnerorganisation SAPAD hilft vor Ort.

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