Nothilfe Covid-19

Uganda: Hilfe für Schulen

In Uganda arbeitet die Zukunftsstiftung Entwicklung mit acht Grundschulen mit angeschlossenem Kindergarten (je drei Kindergartenklassen und Klassen 1-7), sowie mit drei technischen Berufsbildungszentren zusammen. Um die zerstörerischen Auswirkungen der Pandemie zu mildern, suchen wir Pat*innen und Spender*innen.

,,Gottes Gnade”, Kamukama Shamadu, so heißt ein kleiner Junge, der als Neugeborenes in einem Löwengebiet des Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda ausgesetzt wurde. Im Nationalpark leben neben den Löwen Leoparden, Hyänen, Elefanten, Büffel und Flusspferde. Bundara Tuwusigire, ein Fischer, der an einem frühen Morgen auf dem Weg zu einem See durch den Park fuhr, entdeckte ein Kleiderbündel neben einigen Büschen. Er dachte, Löwen hätten jemanden angefallen und riskierte es, anzuhalten und genauer hinzusehen. Er entdeckte ein Neugeborenes. Das lebte noch und begann zu schreien. Völlig überrascht nahm er es mit und taufte es auf den Namen Kamukama Shamadu, “Gottes Gnade”.

Die Eltern des Kindes konnten nicht ausfindig gemacht werden. Eine alte Dame im Dorf zog Kamukama Shamadu in den ersten Jahren auf. Als sie starb, lebte er in der Partnerschule der Zukunftsstiftung Entwicklung, der Twin Lakes Community School.

Nun, in Corona-Zeiten, ist die Schule seit März geschlossen. Uganda durchlebt eine schwere ökonomische Krise und die Versorgungslage der Kinder wie Kamukama Shamadu spitzt sich zu. Die Fälle häuslicher Gewalt steigen rapide. Die Zahl der Kinder, die informeller Arbeit nachgehen, hat sich vervielfacht. Auch Kinderehen und Zwangsheiraten sind wieder auf dem Vormarsch, da sich Eltern nicht in der Lage sehen, ihre Töchter zu versorgen. Viele Familien sind schon unter normalen Bedingungen auf die Schulspeisung angewiesen, um ihre Kinder zu ernähren.

Je länger diese Situation andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder nicht in die Schulen zurückkehren, wenn diese wieder öffnen dürfen. Deshalb suchen wir für Kamukama Shamadu und weitere Kinder aus sehr armen Familien neue Pat*innen, die es ihnen ermöglichen, während dieser Phase Unterstützung aus den Nothilfefonds unserer Partnerschulen zu erhalten und den Schulbesuch zu finanzieren.

Infrastruktur für Coronaregeln

Über eine Wiederöffnung der Schulen wird derzeit mit den Behörden verhandelt, die strenge Auflagen formulieren. Dazu gehören nach ersten Angaben natürlich die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregelungen, aber auch die Beschränkung des Zugangs zu den Institutionen durch Gäste und Eltern, bessere Handwaschmöglichkeiten, das Zur-Verfügung-Stellen und Tragen von Masken, regelmäßige Gesundheitschecks, Möglichkeiten zur Isolation von Verdachtsfällen usw.

Um diesen Auflagen nachkommen zu können, benötigen unsere ugandischen Partnerschulen Unterstützung bei der Anschaffung von Ausstattung und Infrastrukturaufbau. Insgesamt ergibt sich ein Förderbedarf von Infrastrukturmaßnahmen von 41.853,00€.
 

Übersicht über die benötigten Anschaffungen:                  

Zaunbau zur Zugangskontrolle an fünf Schulen: 21.668,00€

50 einfache Handwascheinrichtungen:                 6.000,00€ 

Material zur Seifenherstellung:                                630,00€

Desinfektionsmittel:                                              2.625,00€

Kontaktlose Fieberthermometer:                          1.250,00€

Nähmaschinen und Stoffe/Material zur
Herstellung von Stoffmasken:                               7.870,00€

Einzeltische zur Einhaltung von Abstandsregeln
an zwei Schulen:                                                  1.600,00€

Bildungsmaterialien zu Covid-19:                           210,00€

Gesamt:                                                            41.853,00€

Es ist auch möglich eine Patenschaft für ein Schulkind in Uganda zu übernehmen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Bildunterschriften:

1. Kamukama Shamadu (13) benötigt eine*n Pat*in, um weiterhin zur Schule gehen zu können.
2. Einfache Handwaschbecken mit Bedienung durch ein Fußpedal.