Durch eine Familienpatenschaft zur Eigenständigkeit



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Fünf-Jahres-Plan für EntwicklungVerwendung der Patenbeträge

Familienleben in Indien

Sozialer Hintergrund

Ziel des Patenprogramms
Wie gestaltet sich die Patenschaft?Kontakt zur Patenfamilie

 

 

Fünf Jahre lang sollen Familien eine Unterstützung erfahren, um sich innerhalb dieses Zeitraumes eine tragfähige Grundlage zur Verbesserung ihres Einkommens zu erarbeiten.

Die Patenzahlungen von 31,- Euro pro Monat werden z.B. für den Hausbau, den Kauf einer Kuh oder eine Ausbildung verwendet.

Die Peermade Development Society wird von der Diözese Kanjirapally, die 1980 gegründet wurde, geleitet. Die Diözese liegt im südwest-indischen Gliedstaat Kerala, im Gebiet der Tee-Hügel von Peermade. Sie unterstützt zurzeit 1.330 bedürftige Familien, um mit ihnen Wege zur Verbesserung ihres Einkommens zu erarbeiten.


Fünf-Jahres-Plan für Entwicklung

Mit den einzelnen Familien wird ein Fünf-Jahres-Plan über ihre Zielsetzungen auf dem Weg zur nachhaltigen Unabhängigkeit abgestimmt. Die dazu nötigen Investitionen werden erarbeitet und beschlossen. Der Sozialarbeiter K.V. Johns, der Buchhalter Sebastian Dias und Pater Augustine beraten und begleiten die Familien. Die Patenzahlungen kommen zunächst auf ein Sparkonto der Familie. Von dort werden die Abhebungen nach Absprache und mit Unterschrift von Herrn Johns oder Herrn Dias getätigt.


Verwendung der Patenbeträge

Gemeinsam mit dem Sozialarbeiter entscheidet die Familie, welche Schritte und Investitionen die wichtigsten sind.

Mit den monatlichen Patenzahlungen kann zum Beispiel der Hausbau unterstützt werden, um eine regensichere Unterkunft für die Familie zu schaffen.

Um eigenes Einkommen zu generieren, kann entweder eine Kuh oder ein kleines Landstück gekauft werden. Eine andere Möglichkeit ist die Unterstützung der Gründung eines Kleingewerbes (Käseherstellung, Ziegenzucht, Schneiderei, Ladenausstattung). Die Förderung kann auch für eine Ausbildung verwendet werden.

Am Ende der fünf Jahre ist erfahrungsgemäß ein – wenn auch kleines – geregeltes Einkommen und die allgemeine Verbesserung der unmittelbaren Lebensumstände erreicht.


Familienleben in Indien

Familienleben hat in Indien eine ganz besonders große Bedeutung innerhalb klar gesetzter Rollenverständnisse. Dies gilt insbesondere auf dem Land. Väter sind oft Alleinverdiener, die meisten Männer haben ein unregelmäßiges Einkommen als Tagelöhner oder Kleinbauern. Die Frauen kümmern sich zumeist um den Haushalt und die Erziehung der Kinder. Zu ihren Aufgaben gehört auch das Wasserholen, wobei sie oft Strecken von über vier Kilometern zurücklegen müssen. An vielen Orten besteht das ganze Jahr über Wassermangel.


Sozialer Hintergrund

Die meisten Familien sind sehr arm und können sich kein massiv gebautes Haus leisten. Sie leben oft in Stroh gedeckten, instabilen Hütten aus Lehm, die bei den starken Stürmen, die in dieser Region häufig vorkommen, leicht zusammenbrechen.

Wegen des verunreinigten Wassers und der unhygienischen Lebensbedingungen sind die Menschen häufig anfällig für viele ansteckende Krankheiten.

Die Schulbildung der Kinder stellt ebenfalls ein großes Problem dar, da die Schulen oft mehrere Kilometer entfernt sind. Das erschwert einen kontinuierlichen Schulbesuch sehr. Oft müssen die Kinder mitarbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen.


Ziel des Patenprogramms

Das Patenprogramm möchte den Familien und Dorfgemeinschaften Hilfestellungen zu einer anhaltenden Entwicklung geben. Lokale Ressourcen sollen erhalten und das Bewusstsein für deren Wert gesteigert werden.

Mit der Schaffung einer materiellen Basis soll auch die mental-seelische Entwicklung hin zu hoffnungsfrohen Persönlichkeiten und Familien einhergehen.


Wie gestaltet sich eine Patenschaft?

Der monatliche Patenbeitrag beträgt 31,-€. Die Patenschaft ist auf den Zeitraum von fünf Jahren angelegt. Eine Patenschaft kann bei Bedarf jederzeit ohne Kündigungsfrist beendet werden. Wir bitten um rechtzeitige Information, damit wir Ausgleich schaffen und einen neuen Paten/eine neue Patin suchen können.

Das Vertrauen, das aus mehrjähriger Zusammenarbeit gewachsen ist und die Wahrnehmung des Engagements der Betreuer/Betreuerinnen sind Grundlage unserer Kooperation. Die Organisation wird jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern vor Ort geprüft.


Kontakt zur Patenfamilie

Jeder Pate/Jede Patin erhält mindestens einmal pro Jahr einen Brief der Familie und ein Foto. Die Briefe sind in Englisch verfasst (eine Übersetzung durch uns ist kostenlos möglich, wir bitten um einen Hinweis).

Briefe an Ihre Patenfamilie können Sie kostenlos über uns leiten, das macht die Zustellung sicherer.

Nach vorheriger Abstimmung mit der Organisation ist auch ein Besuch vor Ort möglich. Wir sind bei den Vorbereitungen dazu gerne behilflich.

 

Bildunterschriften:
1. Eine Landarbeiterfamilie vor ihrem Zuhause.
2. Dieser Mann konnte sich durch die Patenschaft u.a. eine Ziege kaufen.
3. Durch Schneidern will Frau Valiaveettil das Familieneinkommen verbessern.


Familienpatenschaft in Indien Patenschaft übernehmen

PDS - Peermade Development Society

Hier geht es direkt zur Homepage der Organisation:
Peermade Development Society

Bericht von Ortsansässigen

Ein Bericht aus Indien:
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