Kinder-Patenschaft zu einem Fußballjungen



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Die SchuleDie Organisation

Informationen über Bolivien

Wie funktioniert die Patenschaft?Kontakt zum Patenkind

 

 

Diego Marcelo ist zehn Jahre alt. Sein Vater arbeitet als Tagelöhner. Seine Mutter führt den Haushalt mit drei Kindern. Das Einkommen des Vaters reicht nicht für die Schulbildung der Kinder. Diego Marcelo sucht einen Paten, denn er will eine Perspektive jenseits eines Lebens im Elendsviertel.


Die Schule

Diese Perspektive gibt ihm die Fußballschule Tahuichi. Dort in Santa Cruz im bolivianischen Flachland wird ca. 3.000 Jungen und Mädchen die Chance zu Bildung geboten. Hauptaugenmerk wird auf die Vermittlung der moralischen Haltung gelegt. Es geht um Disziplin, Fairness, Pünktlichkeit, Besonnenheit, Verantwortungsgefühl, Motivation usw. Dreh- und Angelpunkt ist die südamerikanische Fußballbegeisterung. Mit einer persönlichen Patenschaft zu einem Kind hilft man direkt einem Jungen aus den Armenvierteln in Santa Cruz, Bolivien. Die Patenkinder werden in Gruppen zu 30 Kindern zusammengefasst und erhalten eine umfassende Betreuung.

  • Motivation zum Schulbesuch;
  • Medizinische und zahnärztliche Betreuung;
  • Mindestens drei Sportnachmittage pro Woche unter Anleitung von Trainern bzw. Betreuern. In dieser Zeit wird verstärkt auf die Vermittlung von moralischen Grundlagen Wert gelegt.
  • Eine gemeinsame, vollwertige, Mahlzeit nach dem Training.

Die Organisation

Als selbstverwalteter Träger sorgt die Geschäftsstelle der Academia Tahuichi mit ihren Mitarbeitern, Trainern und Betreuern für die Organisation und Koordination der verschiedenen Aktivitäten. Seit ihrer Gründung im Jahr 1978 hat Tahuichi wiederholt und stetig bewiesen, als Hilfe zur Selbsthilfe von Bolivianern für Bolivianer gesteckte Ziele auch erreichen zu können. Neben diversen sportlichen Erfolgen hat besonders das soziale Engagement wiederholt internationale Anerkennung gefunden. So wurde die Schule bereits mehrmals zum Friedensnobelpreis nominiert und fungiert darüber hinaus nach Ernennung der OAS-Staaten als „Botschafter des Jugendsports aller amerikanischen Staaten“.
Selbst die Vereinten Nationen würdigten die Arbeit Tahuichis bereits mit der Sonderehrung zum „Botschafter des guten Willens gegen die Drogen“.


Informationen über Bolivien

Gesundheit und Ernährung
Bolivien ist ein junges Land. 32,9% der 10,8 Millionen Einwohner sind jünger als 14 Jahre. Von ihnen gelten 24,1% als chronisch unterernährt. Dadurch sind die Kinder besonders anfällig für Parasiten und Infektionskrankheiten wie akuten Durchfall, Malaria und Chagas (eine in Lateinamerika, durch Raubwanzen verbreitete Krankheit, die sich auf Herz, Darm und Gehirn auswirkt). Die Kindersterblichkeit liegt bei 3,75%. Sie sterben meist an leicht heilbaren Erkältungskrankheiten und vor allem an Dehydration bei Diarrhöe, also Austrocknung des Körpers. Im Normalfall ist eine ärztliche oder zahnärztliche Betreuung außerhalb jeder Erreichbarkeit.

Kinderarbeit
Hinzu kommt die Kinderarbeit. Überall in Bolivien sind Kinder als Verkäufer, Lastenträger oder Fabrikarbeiter zu Billigstlöhnen tätig. Ihre durchschnittliche Arbeitszeit beträgt dabei nach einer Studie manchmal acht, oftmals allerdings zehn bis zwölf Stunden täglich.

Familie und Unterkunft
Nur die Hälfte der Kinder lebt noch bei beiden Eltern in oftmals ärmsten Verhältnissen. Keine Seltenheit sind einfachste Behausungen aus Lehm, Holz und Steinen mit provisorischen Einrichtungsgegenständen. Viele Kinder wachsen als Waisen auf und leben auf der Straße.

Drogen und Kriminalität
Unter diesen Umständen erstaunt es kaum, dass viele der Kinder akut Gefahr laufen, sich dem Rausch der billigen Pitillos (Zigaretten aus unreiner Kokapaste) hinzugeben, dem Alkohol verfallen (der oft sogar pur getrunken wird) oder sich mit dem Schnüffeln an Lösungsmitteln zu betäuben. Gerade in den letzten Jahren haben die Drogenprobleme von Kindern und Jugendlichen in Santa Cruz erheblich zugenommen.
Auch öffnet die Hoffnungs- und Ausweglosigkeit auch der Kriminalität alle Türen und führt die jungen Menschen in Versuchungen, denen sie oft nicht widerstehen können.


Wie funktioniert die Patenschaft?

Der monatliche Patenbeitrag beträgt 31,-€.

Die Betreuung des Patenkindes durch die Academia Tahuichi dauert vom 4. bis zum 19. Lebensjahr. Eine Patenschaft kann bei Bedarf jederzeit ohne Kündigungsfrist beendet werden. Wir bitten um rechtzeitige Information, damit wir Ausgleich schaffen und einen neuen Paten/eine neue Patin suchen können.

Das Vertrauen, das aus mehrjähriger Zusammenarbeit gewachsen ist, und die Wahrnehmung des Engagements der Lehrer/Lehrerinnen und Betreuer/Betreuerinnen, sind Grundlage unserer Kooperation. Die Schule wird jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern vor Ort geprüft.


Kontakt zum Patenkind

Jeder Pate/Jede Patin erhält mindestens einmal im Jahr einen persönlichen Brief des Patenkindes mit einem Foto. Der Brief ist in Spanisch geschrieben (eine Übersetzung durch uns ist kostenlos möglich, wir bitten um einen Hinweis). Bei jüngeren Kindern wird der Brief von dem Lehrer/der Lehrerin verfasst.

Einmal pro Jahr gibt es einen Schulbericht, durch den Sie die Entwicklung der Academia Tahuichi mitverfolgen können. Briefe an Ihr Patenkind können Sie kostenlos über uns leiten, das macht die Zustellung sicherer. Nach vorheriger Abstimmung ist auch ein Besuch vor Ort möglich. Wir sind bei den Vorbereitungen dazu gerne behilflich.

 

Bildunterschriften:
1. Die versammelte Fußballmannschaft der Schule
2. Die Kinder sind mit Freude bei der Sache
3. Gemeinsames Essen an der Tahuichi Fußballschule


Patenschaft zu einem Fußballjungen oder -mädchen Patenschaft übernehmen

Die besten Torhüter kommen von der Academia Tahuchi

Zur Meldung

Aus dem Elend gespielt

Lesen Sie hier, wie der Deutschlandfunk über die Tahuichi Fußballschule berichtet.