Die häufigsten Fragen



Gehört die Zukunftsstiftung Entwicklung zur GLS Bank?

Rechtlich ist die Zukunftsstiftung Entwicklung eine unselbstständige Stiftung bei der GLS Treuhand e.V. in Bochum. Wirtschaftlich wird die Arbeit der Stiftung durch die Spenderinnen und Spender der Stiftung getragen.
Die gemeinnützige Dachorganisation, GLS Treuhand e.V., arbeitet seit 1961 für eine soziale Zukunft in Deutschland, seit 1980 auch in Entwicklungsländern. 1974 wurde aus diesem Zusammenhang heraus die GLS Gemeinschaftsbank e.G. gegründet, die als Bank für einen bewussten Umgang mit Geld arbeitet.
GLS Gemeinschaftsbank e.G. und GLS Treuhand treten gemeinsam unter der Dachmarke GLS Bank auf.


Welche Vision hat die Zukunftsstiftung Entwicklung?

Die Zukunftsstiftung Entwicklung unterstützt initiative Menschen in ihrem Handeln für eine ethische, ökologische und soziale Welt – in einer dialogisch angelegten Kooperation auf Augenhöhe.  Wir tragen dazu bei, Brücken zwischen Menschen hier und dort zu bauen - zwischen Lebensrealitäten in den unterschiedlichen Ländern; Brücken, die auf eine Verbesserung der Lebensumstände, Austausch und Verständigung zielen.
Das Ziel ist stets auch, Raum für Persönlichkeitsentfaltung zu fördern. Dies geschieht durch Hilfe zur Selbsthilfe, lebenswerte Landkultur, Bewusstseinsbildung und soziale Hilfe. Durch Ausgleich und Gerechtigkeit sollen die Ursachen von Angst und Gewalt abgetragen werden.


Wie ist die Förderpraxis der Zukunftsstiftung Entwicklung?

Die Fördertätigkeit der Zukunftsstiftung Entwicklung ist auf eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit ausgerichtet. Auf diese Weise kooperieren wir gegenwärtig mit insgesamt 84 Projektpartnern in 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.
In den allermeisten unserer Projekte und Partnerschaften arbeiten wir direkt mit den Menschen vor Ort und ihren lokalen Initiativen und Organisationen zusammen. In einigen Fällen unterstützen wir (ehrenamtliche) Vereine und Initiativen aus Deutschland, bei der Umsetzung von Partnerschaftsprojekten in Ländern des Globalen Südens. Unsere Projektpartner sind initiativ handelnde Menschen, soziale Unternehmer/-innen, die sich in ihren Gemeinschaften und gemeinsam mit diesen für eine Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen engagieren.
Bei der Anbahnung eines neuen Projektvorhabens steht dabei die Frage, über welche Ressourcen die ProjektinitiatorInnen persönlich und die Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten, aus eigenen Kräften verfügen. Unsere Projektpartner sind stets die Akteure des Geschehens. So kann Hilfe zur Selbsthilfe gelingen.
Für jedes Projekt sammeln wir hierzulande Spenden, die wir an unsere Projektpartner weiterleiten. Um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, gehen wir mit unseren Partnern, je nach örtlicher und thematischer Notwendigkeit, gezielt langjährige Kooperationspartnerschaften ein.


Welche inhaltlichen Schwerpunkte und Förderbereiche gibt es?

Schwerpunkte der Projektarbeit – und somit auch Förderbereiche – sind organischer Landbau, ganzheitliche Gesundheit, kreative Bildung, Kleingewerbe und Mikrokredite, regenerative Energien und Menschen- und Umweltrechte. Diese Schwerpunkte greifen in den einzelnen Projekten ineinander.


In welchen Ländern ist die Zukunftsstiftung Entwicklung aktiv?

Die Zukunftsstiftung Entwicklung unterstützt derzeit Projektpartner in 21 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.
In Afrika sind das: Äthiopien, Ghana, Kenia, Namibia, Senegal, Südafrika, Tansania, Uganda und Zimbabwe; in Asien: Afghanistan, Indien, Mongolei, Nepal, Pakistan, Philippinen und Vietnam; in Lateinamerika: Bolivien, Brasilien, Mexiko, Nicaragua und Peru.
Eine Übersicht finden Sie hier.


Welche besonderen Förderbedingungen gibt es für Projektvorhaben?

Selbstverständlich können wir nur gemeinnützige Vorhaben unterstützen. Ansonsten haben wir keine formalen Beschränkungen. Inhaltlich muss das Projekt aber gut zur Zukunftsstiftung Entwicklung und unserer Vision und Arbeitsweise passen und sich eindeutig unseren thematischen Handlungsfeldern zuordnen lassen.
Uns ist wichtig, dass eine Initiative folgende Eigenschaften aufweist: Eigeninitiative, Originalität, partizipativer Ansatz (Hilfe zur Selbsthilfe), Entwicklungsfähigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Transparenz, Effizienz, Nachhaltigkeit und Multiplikationseffekte.


Wie muss ein Antrag aussehen?

Auch wenn wir keine klassische Förderstiftung sind, haben Sie die Möglichkeit einen Projektantrag für die Förderung Ihres Vorhabens zu stellen. Wir nutzen hierfür bisher kein Standard-Formular. Aus dem Antrag heraus sollte deutlich erkennbar sein:
-    Wie ist die Projektidee entstanden? Was ist der Projekthintergrund?
-    Wer sind die Initiatoren? Wer sind die Projektverantwortlichen?
-    Wo und mit wem soll das Projekt realisiert werden?
-    Was soll konkret realisiert werden? Welche Arbeitsschritte sollen realisiert werden?
-    Welche Ressourcen sind vorhanden und welche Mittel werden benötigt?
-    Was wird bei der Zukunftsstiftung Entwicklung wofür beantragt? (Darstellung der notwendigen Finanzierung über einen Kostenplan)
-    Was sind die unmittelbaren und was die langfristigen Ziele der Arbeit?


Können auch Anträge von professionellen Vereinen und Hilfswerken gefördert werden?

Hilfswerke sowie große Vereine mit hauptamtlicher Struktur aus Deutschland sind zwar nicht grundsätzlich von einer Förderung ausgeschlossen. Relevantes Kriterium ist jedoch, inwiefern unsere  Fördervoraussetzung erfüllt werden und ob die Zukunftsstiftung Entwicklung mit ihren Mitteln einen relevanten Beitrag zur Umsetzung des Vorhabens leisten kann. 
Fast täglich erreichen uns Anträge von Vereinen, Kirchen oder Hilfswerken aus dem In- und Ausland mit Förderanfragen. Gerne verweisen wir daher an dieser Stelle auch auf andere Förderer. Auf der Webseite von Engagement Global können Sie sich informieren, welche anderen Organisationen in Ihrem Projektland tätig sind. Wir wünschen Ihnen für Ihr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit viel Erfolg.


Wie groß ist das Fördervolumen der Zukunftsstiftung Entwicklung?

In 2013 haben wir 84 Projekte mit 2.626.960,03 EUR gefördert. Dies ermöglichten 3.931 Personen mit 2.277.227,54 EUR, die in 22.080 Spenden eingingen.
Dazu kamen Zuschüsse der Bundesregierung in Höhe von 466.112,91 EUR für 3 Projekte in Kenia (Regenwassertanks, Milchziegen, Gemüsegärten), Indien (organischer Landbau) und in Afghanistan (dezentrale Energiestationen)

Die Zuwendungen gingen mit 51,39 % nach Afrika, mit 33,11 % nach Asien, mit 12,74 % nach Lateinamerika und zu 2,76 % an sonstige Projekte (siehe Projektliste).
Die Werbe- und Verwaltungsausgaben betrugen nach DZI 4,94 %. Der Wirtschaftsprüfungsbericht und der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers (Solidaris Revisions- GmbH) stehen auf unserer Internetseite zur Einsicht und zum Download bereit.


Was kommt von meiner Spende an?

Gemeinsam mit Ihnen haben wir das Ziel, dass Spendengelder möglichst ungekürzt in die Projektarbeit fließen. Unsere notwendigen Werbe- und Verwaltungskosten halten wir daher bewusst gering (4,94% der Gesamtausgaben in 2013 nach DZI-Richtlinien). Die Zukunftsstiftung Entwicklung trägt das DZI Spenden-Siegel und wird in der bestmöglichen Kategorie, „niedrige“ Werbe- und Verwaltungskostenausgaben, geführt. Um Ihre Spende wie gehabt auch perspektivisch umfassend den Projekten zukommen zu lassen, bemühen wir uns, die Werbe- und Verwaltungskosten vor allem aus Zins- und Mieteinnahmen sowie Nachlässen, die uns hierzu eigens zur Verfügung gestellt wurden oder aber die Auflösung von Rücklagen zu decken.
Jährlich wird die Zukunftsstiftung Entwicklung durch die Solidaris Revision-GmbH geprüft. Deren Wirtschaftsprüfungsbericht kann auf Wunsch hier eingesehen werden.
Steuerlich absetzbar sind 20% der Einkünfte. - Spenden in unseren Vermögensstock sind sogar mit 1.000.000 EURO steuerlich absetzbar und dies beliebig verteilt über 10 Jahre. – Möglich sind auch widerrufliche Schenkungen und individuelle Stiftungsfonds, die wir für die Stifter verwalten.
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.


Vermittelt die Zukunftsstiftung Entwicklung Einsatzplätze für einen Praktikum oder Freiwilligendienst im Ausland?

Wir kooperieren mit selbstständigen ausländischen Partnern. Und diese haben ihre lokalen Mitarbeiter/innen. Wir selbst entsenden kein Projektpersonal in die Projektländer und können auch keine Einsätze im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahres fördern. So können wir leider auch keine Auslandspraktika anbieten.

Für Freiwilligeneinsätze und Praktika im Ausland können Sie sich zum Beispiel an eine der folgenden Organisationen wenden:

Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

(Der Verein berät und unterstützt Waldorfschulen und -kindergärten, heilpädagogische Einrichtungen, Ausbildungseinrichtungen und Sozialarbeit auf anthroposophischer Grundlage, informiert über die weltweite Bewegung und bietet Freiwilligendienste für Jugendliche an. )

ASA-Programm

(Projektstipendien)

ASF - Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

(Freiwilligendienst im Ausland)

AFS - Interkulturelle Begegnungen e.V.

(Freiwilligendienst im Ausland/ Schüleraustausch)

SES - Senior Experten Service

(Auslandseinsätze für Menschen im Ruhestand)

Welthaus Bielefeld

(Teilnahme am entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts über den Verein Welthaus Bielefeld)

Weltwärts

(entwicklungspolitischer Freiwilligendienst des BMZ)


Gibt es die Möglichkeit ein Praktikum in der Zukunftsstiftung Entwicklung zu absolvieren?

Ja, es gibt einen Praktikumsplatz in der Zukunftsstiftung Entwicklung. Die Praktikumsinhalte werden individuell abgestimmt und verteilen sich auf die unterschiedlichen Arbeitsfelder Buchhaltung, Patenschaften, Projektbegleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Sekretariat. Wenn Sie Interesse an einem Praktikum haben, schicken Sie uns gerne Ihre Bewerbungsunterlagen zu.