Nepal: Nothilfe und Wiederaufbau

920.000 Euro für Erdbebenopfer

Am 25. April 2015 bebte die Erde in Nepal (7.8 auf der Richterskala). 9.000 Menschen starben, ca. 23.000 Menschen wurden verletzt. Am 12.5.2015 bebte die Erde zum zweiten Mal mit einer Stärke von 7.3. Seitdem kommt sie mit zahlreichen, etwas schwächeren Nachbeben nicht zur Ruhe.

Große Schäden

Schätzungen gehen davon aus, dass in der Hauptstadt Kathmandu und im angren­zenden Bhaktapur zwischen 40 – 60% der Häuser nicht mehr bewohnbar sind.  Die Dörfer außerhalb des Kathmandutals sind zu ca. 90% zerstört. Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass im Gebiet des Epi­zentrums etwa 200.000 Menschen ihre Häuser ganz oder teilweise verloren haben, dazu kommt der Verlust von Ländereien durch Bergrutsche in Folge der Mosunregenfälle und einsetzender Flutungen. Die Nepalesische Regierung hat die UN um Nahrungsmittelhilfe ersucht.

Hilfe für Nepal

Dank der Spenden, die uns erreichten, konnten wir die Nothilfe unserer neun Partner massiv unterstützen und engagieren uns nun im Wiederaufbau.

Was wurde bisher gemacht?

Mit diesen Spenden konnten wir zusammen mit unseren Partnerorganisationen bereits viel erreichen:

Über 20.000 Menschen erhielten Lebensmittel (u.a. 492.000 Kg Reis, 25.000 Kg Linsen) 15.000 Decken, ca. 10.000 Zelte und ca. 21.000 Kleidungsstücke.

Über 3.000 Schülerinnen und Schüler bekamen Schuluniformen.

Ca. 25.000 Menschen wurden über zwei Wochen lang täglich mit sauberem Trinkwasser aus Tanklastzügen versorgt, bis das defekte Leitungssystem repariert werden konnte.

3.500 Häuser wurden mit Wellblechen bereits repariert.

Über 30 erdbebensichere Modell-Bambushäuser wurden gebaut.

Freiwillige bauten ein mehrstöckiges, erdbebensicheres Haus aus Umweltverschmutzung und Pastikflaschen.

Drei Wasserfiltersysteme produzieren bei drei Organisationen täglich 3600 Liter sauberes Wasser, das MitarbeiterInnen und NachbarInnen zur Verfügung steht.

28 Wasserfiltersysteme für die gemeinschaftliche Versorgung von Nachbarsgruppen in Bhaktapur wurden etabliert.

84 Frauen fanden Zuflucht im Mutterhaus, konnten dort gesunde Kinder gebären und medizinisch versorgt werden.

Fünf große Gesundheitscamps konnten in abgelegenen Gegenden realisiert werden.

Leider sind bei den Hilfsaktionen auch Menschen zu Tode gekommen: Nachdem drei Ärzte und zwei Krankenschwestern sowie ein Mitarbeiter einer unserer Partnerorganisationen ein Gesundheitscamp durchgeführt hatten, starben sie bei einem Helikopterabsturz.

Es geht weiter

Zurzeit arbeitet die Zukunftsstiftung Entwicklung an Wiederaufbau- und Infrastrukturprogrammen für komplett zerstörte Dörfer sowie am Wiederaufbau von Schulen, wobei sie sich auch um eine zusätzliche Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit bemüht.

Danke!

Die Zukunftsstiftung dankt allen Spenderinnen und Spendern.
Nach wie vor sind weitere Mittel für den Wiederaufbau dringend erforderlich und herzlich willkommen.