Bericht des peruanischen Fernsehens über die Werner Höing Peruhilfe

Solidarität nicht predigen, sondern praktizieren

Seit 2007 betreut die Zukunftsstiftung Entwicklung den Stiftungsfond der Werner Höing Peruhilfe. Das herausragende Engagement der vier tatkräftigen Frauen vor Ort in Huaraz und die Förderung durch den Stiftungsfonds Werner Höing Peruhilfe wurden im Mai 2016 durch den Bürgermeister der Region Ancash in Huaraz, Nordperu, ausgezeichnet.

Werner Höing (1954-2006) lebte einige Jahre in Peru, wo er als Deutschlehrer am Goethe-Institut tätig war. Darüber hinaus galt sein Engagement einem Projekt, das er über eine Kollegin kennenlernte hatte: In der Region Ancash, Nordperu, unterstützten zwei pensionierte Lehrerinnen behinderte Kinder aus mittellosen Familien.

Werner Höing ließ diesen Kindern nicht nur eigene Spenden zukommen, er bat auch seine Familie und Freunde alljährlich um Spenden. Die enge Verbindung nach Peru hielt er auch aufrecht, als er als Lehrer des Goethe-Instituts in Tblissi (Georgien), später in Schwäbisch Hall und ab 1991 in Rothenburg ob der Tauber tätig war.

Werner Höing verstarb 2006. Seine Familie gründete gemäß seinen Wünschen einen Stiftungsfond, aus dessen Mitteln die Arbeit für Menschen mit Behinderung in Peru bis heute fortgeführt wird.

Besonders gefördert werden Kinder und Jugendliche mit physischen und geistigen Behinderungen aus mittellosen Familien. Schon vor der Fondsgründung wurde diese wichtige Arbeit hauptsächlich von den Schwestern Nelly und Libia Espinoza getragen. Vor zehn Jahren kamen die Anwältin Zarela Trinidad Poma und die Sozialarbeiterin Dariela Espinoza Romero hinzu.  Sie motivierten eine größere Personengruppe sowie einige Institutionen, sich an der Arbeit zu beteiligen. So bei der Förderung der Gesundheit (mit Therapien und dem Ankauf von Medikamenten), Erziehung und Bildung (Hausaufgabenbetreuung, Schulgeldzahlung, Übernahme von Studiengebühren), Erholung (Spiele und Ausflüge), Ernährung (Gründung einer Gemeindeküche für ausgewogene Ernährung).

Die vier Damen leisten diese Arbeit hoch motiviert in Erinnerung an Werner Höing, der seine Maxime lebte: "Solidarität nicht predigen, sondern praktizieren". „La solidaridad no se pregona, se practica.“


Zur Auszeichnung der Werner Höing Peruhilfe sehen Sie hier einen kurzen Filmbeitrag aus den Lokalnachrichten von Huaraz: